Die perfekte Schwimmbrille finden – Der ultimative Guide für Triathleten

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Hast Du schon die perfekte Schwimmbrille für Dich gefunden? Wahrscheinlich nicht. Sonst würdest Du vermutlich nicht diesen Artikel hier lesen…

Ob in der Freizeit, im Training oder im Wettkampf: mit der richtigen Schwimmbrille steht und fällt Dein Erlebnis im Hallenbad oder am Badesee.

Denn weder möchtest Du Dir irgendwelche Krankheiten einfangen, noch Zeit verlieren, wenn es darum geht, alles zu geben.

In diesem Beitrag erfährst Du daher alles Wissenswerte, um die perfekte Schwimmbrille zu finden und lange nutzen zu können.

Konkret werden folgende Fragen beantwortet:

  • Gibt es die perfekte Schwimmbrille überhaupt?
  • Warum ist es so wichtig, eine Schwimmbrille zu tragen?
  • Welche Schwierigkeiten können im Zusammenhang mit Schwimmbrillen auftreten?
  • Auf welche Aspekte sollte beim Kauf geachtet werden?
  • Sind personalisierte Schwimmbrillen besser?
  • Welche Wirkung und Funktion haben polarisierte, verspiegelte und getönte Gläser?
  • Gibt es auch Schwimmbrillen für Menschen mit Sehschwäche?
  • Mit welchen Maßnahmen kannst Du dafür sorgen, dass die Schwimmbrille lange hält?

Wir sind uns sicher, dass Du in diesem Guide alle nötigen Anhaltspunkte auf Deiner Suche findest.

Inhaltsverzeichnis des Artikels:

Gibt es die perfekte Schwimmbrille überhaupt?

Selbstverständlich klingt die Behauptung, dass es die perfekte Schwimmbrille für jeden gibt, etwas übertrieben.

Zumindest gibt es keine allgemeingültige Lösung für alle.

Das liegt schon allein daran, dass Menschen unterschiedliche körperliche Voraussetzungen und Bedingungen haben.

Abgesehen von Spezialfällen mit einer Sehschädigung, sind schon die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bezeichnend.

Frauen haben meist kleinere Köpfe und feinere Gesichtszüge.

Ihre Wangenknochen sowie die Augenbrauenlinie liegen etwas höher als bei Männern.

Außerdem sind die Augenhöhlen etwas schmaler.

All das beeinflusst natürlich auch die Anforderungen an die perfekte Schwimmbrille.

Trotz oder gerade wegen dieser individuellen Unterschiede macht es Sinn, sich auf die Suche nach der – für Dich persönlich – passenden Schwimmbrille zu machen.

Schließlich kostet ein Exemplar, das an der einen oder anderen Stelle Mängel aufweist, mehr Nerven und Zeit als dass es etwas nützt.

Wozu ist eine Schwimmbrille notwendig?

Nicht jeder Bundesbürger hat eine Schwimmbrille irgendwo im Schrank und viele Badegäste, die sporadisch ins Freibad oder an den See gehen, tragen überhaupt nichts auf den Augen.

Wenn Du allerdings regelmäßig schwimmen gehen oder trainieren möchtest, ist die richtige Schwimmbrille unabdingbar.

Denn Dein Schwimmstil und auch Deine allgemeine Gesundheit werden davon beeinflusst.

Wie das?

Ganz einfach!

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1. Korrektes Schwimmen funktioniert nur, wenn der Kopf unter Wasser getaucht wird.

Es ist nicht gerade förderlich für die Wirbelsäule, beim Brustschwimmen permanent den Kopf aus dem Wasser zu recken – wie man es leider häufig beobachten kann.

Auch die Knie können unter dieser künstlichen, verkrampften Haltung leiden.

Sowohl für korrektes Brustschwimmen – wozu das Untertauchen des Kopfes nun einmal gehört – als auch für das Kraulschwimmen ist es also notwendig eine Schwimmbrille zu tragen.

2. Eine Schwimmbrille schützt vor Verunreinigungen und Infekten.

Nur, wenn Du eine Schwimmbrille trägst, kannst Du verhindern, dass ständig Wasser an die Schleimhäute der Augen gelangt und diese reizt.

Chlorwasser, das ja die Bakterien und Viren im Hallen- oder Freibad abtötet, reizt die Augenschleimhaut und greift auch die Haut an.

Das ist auch der Grund, warum die Augen nach dem Schwimmen ohne Schwimmbrille häufig gerötet sind.

Gleiches gilt auch für das Wasser in Meeren, Flüssen oder Seen.

Süß- oder Salz-Wasser, das in die Augen gelangt, kann die Konzentration der Tränenflüssigkeit verändern.

Das wiederum hat einen negativen Einfluss auf die Infektabwehr der Augen.

Wenn nun noch Keime, Chemikalien oder Schmutz, die im Wasser gelöst sind, ins Auge eindringen, steigt das Risiko für eine Bindehautentzündung.

Somit ist eine Schwimmbrille nicht nur für regelmäßige Badegäste essentiell.

3. Die Schwimmbrille schützt Deine Augen vor UV-Strahlung

Dieser Punkt ist streng genommen nur für das Schwimmen an der frischen Luft relevant.

Denn hier erreichen UV-A und UV-B-Wellen Haut und Augen und können mitunter langfristige Schäden anrichten.

Beispielsweise können Netzhauterkrankungen wie eine altersabhängigen Makuladegeneration begünstigt werden.

Zwar ist die Intensität der Strahlung von Jahreszeit, Tageszeit, Nähe zum Äquator, Höhe über dem Meeresspiegel sowie natürlich davon, wie stark die Sonne scheint, abhängig.

Dennoch muss man auch bei bedecktem Himmel nichts riskieren.

In den meisten Schwimmbrillen ist heutzutage ein UV-Filter integriert, sodass diese Gefahr gebannt ist.

4. Ohne Schwimmbrille keine Orientierung im Wasser

Abgesehen von diesen gesundheitlichen Gründen bietet die perfekte Schwimmbrille noch einen weiteren Vorteil.

Sie sorgt nämlich nicht nur dafür, Deine Augen vor schädlichen Einflüssen zu schützen, sondern gewährleistet auch eine gute Sicht.

So kannst Du Dich im Wasser orientieren – ob im heimischen Badesee, beim Urlaub am Meer oder im örtlichen Schwimmbad.

So findest Du auch unter Wasser Dinge wieder und schwimmst keine fremden Badegäste um.

Mit geschlossenen Augen zu schwimmen und auf die Orientierung zu verzichten, ist zwar theoretisch möglich.

Gerade im Triathlon ist das allerdings keine Option.

Hier brauchst Du unbedingt den „Durchblick“, um den Weg zur Wendeboje oder zum Schwimmausstieg zu finden.

Nicht selten kostet fehlende/schlechte Orientierung wertvolle Zeit im Wettkampf.

Daher tu Dir den Gefallen und leg Dir die passende Schwimmbrille zu.

Häufige Probleme mit Schwimmbrillen

Dass die richtige Schwimmbrille Dir einige Vorteile im Sport bringt, sollte klar geworden sein.

Anders herum kann eine schlecht gewählte Schwimmbrille Dein Training so stark beeinträchtigen, dass Du sie sprichwörtlich an den Nagel hängst.

Typische Probleme, die im Zusammenhang mit der falschen Schwimmbrille auftreten können, sind folgende:

  1. Beschlagen der Schwimmbrille
  2. Undichte Schwimmbrille
  3. Unbequeme Passform, Schmerzen beim Tragen der Brille, unschöne Abdrücke
  4. Einschränkung des Sichtfelds
  5. Unzureichender Schutz vor UV-Strahlung
  6. Fehlende Sehkorrektur bei Schwimmern mit Sehschwäche
  7. fehlende/unzureichende Tönung (v.a. bei sich verändernden Lichtverhältnissen)
  8. Mangelnde Anpassungsmöglichkeiten für individuelle Bedürfnisse

Vielleicht hast Du selbst bereits einen oder gar mehrere Punkte erlebt.

Klar kann es super nervenaufreibend sein, wenn die Brille ihre Aufgabe nicht oder nur teilweise erfüllt.

Eine Brille, die ständig beschlägt, drückt, Wasser reinlässt oder bei der die Sicht eingeschränkt ist, kann Dich sogar davon abhalten, überhaupt schwimmen zu gehen.

Demgegenüber kann die perfekte Brille Dein Erlebnis im Wasser um Welten verbessern.

Idealerweise spürst Du sei einfach gar nicht, sodass Du Dich voll und ganz auf das Training konzentrieren kannst.

Im Verlauf dieses Beitrags bekommst Du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, damit Du alle oben genannten Probleme nicht erlebst, sondern stattdessen die perfekte Schwimmbrille für Dich findest.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So findest Du die perfekte Schwimmbrille für Dich!

Schritt 1: Bestimme Deine Anforderungen und Präferenzen

Bevor Du jetzt wie wild im Internet wühlst oder in den nächstbesten Sportartikelladen stürmst, solltest Du Dir erst einmal klar darüber werden, was Du eigentlich benötigst.

Dabei können Dir folgende Fragen weiterhelfen:

  • Wie oft hast Du vor schwimmen zu gehen? Eher gelegentlich im Sommer oder regelmäßig (mehrmals pro Woche, das ganze Jahr über)?
  • Bist Du eher im Wettkampf- oder Freizeitsport aktiv?
  • Wo möchtest Du die Schwimmbrille nutzen? Nur im Hallenbad? Vorrangig am Badesee? Oder sowohl als auch?
  • Bist Du eher der Typ Tragekomfort oder setzt Du mehr auf Funktionalität?
  • Hast Du sonstige Einschränkungen (eine Sehschwäche, eine Silikonallergie etc.)?
  • Möchtest Du extra technische Features wie einen Trainingsplan etc. in die Schwimmbrille integrieren?
  • Wie wichtig ist Dir eine tolle Optik, bzw. dass die Schwimmbrille trendy aussieht?
  • Wieviel Geld bist Du bereit auszugeben?

Wenn Du alle diese Fragen für Dich beantwortet hast, kannst Du bei der Suche genauer auf die Aspekte achten, die Dir wichtig sind oder ggf. auch im Kaufprozess angeben, worauf Du Wert legst.

Schritt 2: Ermittle die benötigte Passform!

Welche Schwimmbrillen-Modelle gibt es?

Was die Passform angeht, lassen sich die Modelle der verschiedenen Hersteller grob in 3 verschiedene Kategorien einteilen:

  1. die Schwedenbrille
  2. die Saugnapfbrille
  3. die Schwimmmaske

Im Folgenden werden alle drei Modelle mit ihren Besonderheiten kurz vorgestellt.

1. Die Schwedenbrille

Die Schwedenbrille ist eine individuell anpassbare Brille, die direkt in die Augenhöhlen eingesetzt wird.

Sie zeichnet sich durch einen festen Rand aus und bietet kaum Dämpfung.

Schwedenbrillen verrutschen nicht und bieten im Vergleich zu den anderen Modellen weniger Wasserwiderstand, sind also hydrodynamischer.

Das ist vor allem für Wettkampfschwimmer von Vorteil, wo es darauf ankommt, dass die Brille beim Sprung vom Startblock hält und wo jede Sekunde zählt.

Allerdings können sie bei längerem Tragen zu sichtbaren Augenringen führen.

Gerade auf längeren Distanzen oder in Situationen wie im Triathlonwettkampf, wo Tritte und Schläge vorkommen können, ist sie eher ungeeignet.

Die Schwedenbrille verfügt über verschiedene Einstellungsmöglichkeiten sowohl am Nasensteg als auch am Kopfband, um sie an verschiedene Kopfformen und -größen anzupassen.

Sie ist in der Regel kostengünstig und langlebig – jedenfalls mit der richtigen Pflege.

2. Die Saugnapfbrille

Saugnapfbrillen bieten den Kompromiss aus Tragekomfort und Funktionalität.

Anders als Schwedenbrillen besitzen Saugnapfbrillen keinen harten Rand, sondern eine Silikondichtung.

Wie der Name schon andeutet, saugen sie sich an der Haut fest.

Normalerweise kommen durch die bessere Dämpfung weniger Augenringe und Abdrücke zustande.

Die sogenannten Pandaaugen nach dem Schwimmen sind allerdings oft auch auf ein schlechtes Bindegewebe zurückzuführen und lassen sich somit nicht hundert prozentig vermeiden.

In der Regel lässt sich bei Saugnapfbrillen aber der Nasensteg tauschen und das Kopfband enger oder weiter schnallen.

So kann man die Brille besser an die eigene Kopfform anpassen.

Saugnapfbrillen gibt es auch mit verspiegelten, getönten oder farbigen Gläsern.

Dadurch sind sie sehr variabel und können bei verschiedenen Lichtverhältnissen und Umgebungen eingesetzt werden.

Somit sind sie auch für Schwimmeinheiten im Freiwasser bestens geeignet.

3. Die Schwimmmaske

Eine Schwimmmaske hat eine ähnliche Optik wie eine Taucherbrille, wirkt also auf den ersten Blick nicht so „sportlich“.

In puncto Passgenauigkeit und Sicht bringt sie allerdings Vorteile mit sich.

Sie besitzt einen breiten Silikonrand und liegt statt direkt in den Augenhöhlen, eher auf Stirn und Wangenknochen auf.

Im Vergleich zu Saugnapfbrillen überzeugt hier besonders die Dichtigkeit, denn die Schwimmmaske passt sich unterschiedlichen Gesichtsformen ideal an.

Allerdings gibt es hier keinen variablen Nasensteg, sondern lediglich ein verstellbares Kopfband.

Hervorzuheben ist das extrem große Sichtfeld.

Insbesondere im Freigewässer gewährleistest sie optimale Orientierung in alle Richtungen.

Je nachdem, ob das Glas an der Seite gebogen ist, kann die Sicht am Rand aber auch leicht verzerrt oder unscharf werden.

Da Schwimmmasken mehr Wasserwiderstand erzeugen als beispielsweise Schwedenbrillen, kommen sie eher im Hobbybereich und weniger unter ambitionierten Schwimmern und Triathletinnen zum Einsatz.

Vergleich der verschiedenen Modelle

Zur besseren Übersicht sind in der folgenden Tabelle alle relevanten Aspekte noch einmal zusammengefasst.

So kannst Du vergleichen, welches Modell prinzipiell Deine Anforderungen erfüllt.

SchwedenbrilleSaugnapfbrilleSchwimmmaske
Sichtfeldstark begrenztbegrenzt180 Grad, aber z.T. mit Verzerrungen am Rand
Passform Augenschalen liegen direkt in den Augenhöhlen, sehr festAugenschalen umgeben die Augenhöhlen, nicht immer passendkomplette Augen- und Nasenpartie bedeckt, Maske schmiegt sich ans Gesicht an
Verstell-möglichkeitenindividuell einstellbar (Nasensteg, Kopfband)individuell einstellbar (Nasensteg, Kopfband), nur Kopfband variabel
Dichtigkeitsehr dichtnicht immer dicht sehr dicht
Dämpfungkeine, daher Abdrücke wahrscheinlich vorhanden, allerdings mit Silikon (ungeeignet für Allergiker)sehr gute Dämpfung, allerdings mit Silikon
Wasserwiderstandgeringmittelam höchsten
Einsatzgebietsportliches Schwimmen, Wettkampfsport,
kurze Strecken im Hallenbad
sportliches Schwimmen, Wettkampfsport, Freizeitsport, Triathlon, lange Strecken, In- und OutdoorFreizeitsport, Freiwasser
Kostengering (5-20 Euro)mittel bis hoch (15-60 Euro)mittel (15-40 Euro)
Tabelle: Vergleich von verschiedenen Schwimmbrillenmodellen

Selbstverständlich ist es nicht sinnvoll, alle Modelle von unterschiedlichen Marken über einen Kamm zu scheren.

Denn diese fallen unterschiedlich groß aus oder die Materialien haben unterschiedliche Härtegrade.

Daher gibt es regelmäßig ausführliche Testberichte von renommierten Zeitungen, die verschiedene aktuelle Modelle genau unter bei Lupe nehmen.

Wie findest Du persönlich die richtige Passform?

Es ist definitiv hilfreich, sich ein Bild von den verschiedenen Modellen zu machen.

Doch das Tragegefühl liegt hier sprichwörtlich „im Auge des Betrachters“.

Um nun herauszufinden, welche Schwimmbrille für Dich persönlich die beste ist, empfiehlt es sich also, mehrere Modelle auszuprobieren.

Heutzutage ist es sehr bequem, im Internet gleich mehrere Exemplare zu bestellen, (an Land) zu testen und dann nur die perfekte Schwimmbrille zu behalten.

Alternativ empfiehlt sich der Gang in ein Sportgeschäft mit einer großen Auswahl an Sportartikeln.

Mit dem sogenannten Ansaugtest kannst Du herausfinden, ob die Brille korrekt sitzt und voraussichtlich kein Wasser reinlässt.

Das funktioniert folgendermaßen:

Presse die Gläser vorsichtig auf die Augenpartie, ohne jedoch das Kopfband hinten zu befestigen.

Dadurch entsteht ein Unterdruck, der wiederum dafür sorgen sollte, dass die Brille von alleine für kurze Zeit hält.

Schneide nun leichte Grimassen oder bewege Deine Gesichtsmuskeln – mit Ausnahme der Augenpartie.

Wenn die Schwimmbrille immer noch an ihrem Platz bleibt, ist die das ein gutes Indiz dafür, dass sie auch im Wasser haften bleibt und dicht hält.

Selbstverständlich gibt es aber keine Garantie, dass sich die Brille bei Bewegungen im Wasser auch so verhält.

Alternative: die individuell gefertigte Schwimmbrille

Der Trend zur Individualisierung macht auch vor dem Markt der Schwimmbrillenhersteller nicht Halt – und das ist auch gut so.

Denn Gesichter und Köpfe sind nun einmal unterschiedlich geformt und unter Umständen ist keines der Modelle zu hundert Prozent zufriedenstellend.

Daher ist es nur eine logische Konsequenz, personalisierte Schwimmbrillen zu fertigen.

Die dänische Firma TheMagic5 hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau das zu leisten.

Nach einem Gesichtscan per App werden Saugnapfbrillen nach den individuellen Maßen der Athletinnen und Athleten hergestellt.

Das Versprechen lautet: „Zero leakage, zero marks, zero distractions“.

Der Preis liegt logischerweise etwas über dem Durchschnitt.

Was die Schwimmbrillen tatsächlich können und ob sie das Versprechen einhalten, davon haben wir uns persönlich ein Bild gemacht.

Unsere Erfahrungen aus dem Schwimmbrillen-Test haben wir in diesem Video zusammengefasst.

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Schritt 3: Wähle die passenden Brillengläser

Worauf gilt es bei der Wahl der Gläser zu achten?

Ist die optimale Passform gefunden, gilt es die Beschaffenheit der Gläser zu betrachten.

Je nach Einsatzgebiet und Zeitpunkt des Trainings sind unterschiedliche Tönungen, Färbungen oder weitere Anpassungen durchaus sinnvoll.

Und zwar aus mehreren Gründen:

1. UV-Filter schützen die Augen vor schädlicher UVA- UVB-Strahlung

Das Training draußen macht einen UV-Schutz für die Augen erforderlich.

Die UV-Strahlung ist nicht nur bei direkter Sonneneinstrahlung vorhanden, sondern, auch bei einer dichten Wolkendecke.

Ebenso wie die Haut können auch die Netzhaut und Linse der Augen Schaden nehmen.

Im schlimmsten Fall treten sogar Beschwerden wie Augenirritationen und Sehstörungen auf.

In der Regel sind Schwimmbrillen heutzutage mit einer entsprechenden Innenbeschichtung versehen.

Im Zweifelsfall lohnt es sich aber, genau zu überprüfen, ob ein UV-Filter vorhanden ist.

2. Getönte Gläser verbessern die Sicht

Hier kommt es auf selbstverständlich auf die Umgebungsbedingungen an.

Die Lichtverhältnisse im Freigewässer etwa unterscheiden sich stark von denjenigen im Hallenbad.

Innenräume werden häufig abgedunkelt oder es scheint künstliches Licht, sodass die Beleuchtung relativ konstant bleibt.

Draußen kann es dagegen vorkommen, dass die Sonne blendet oder Wolken die Sonne komplett verdecken.

Während indoor die Sonneneinstrahlung meist keinen oder nur einen geringen Einfluss hat, variieren die Bedingungen draußen zum Teil von Minute zu Minute.

Hinzu kommt die unterschiedliche Wasserfarbe.

Im gechlorten Hallen- oder Freibad gibt es meterweit klare Sicht.

Dagegen ist es im See, Fluss oder Meer kaum möglich bis auf den Boden zu schauen.

Unter Umständen kannst Du sogar nur wenige Zentimeter weit gucken.

Die unterschiedlichen Tönungen und Farben sollen genau diese Probleme beheben und eine gute Orientierung sicherstellen.

3. Verspiegelte und polarisierte Gläser vermindern Blendeffekte

Sonnenstrahlen, die sich auf der Wasseroberfläche brechen, können leicht die Augen blenden.

Das ist nicht nur störend, sondern kann das Schwimmen zum Teil erheblich beeinträchtigen.

Gerade in Triathlon-Wettkämpfen ist es essentiell, die richtige Richtung einzuschlagen.

Wenn Du allerdings so geblendet wirst, dass Du die Wendeboje gar nicht erkennst, ist das sehr hinderlich und kann Dich unter Umständen einiges Zeit kosten.

Unterschiedliche Tönungen für verschiedene Einsatzgebiete

Hier nur eine kleine Übersicht über die erwünschten Effekte und Einsatzgebiete:

  • Im Hallenbad sind durchsichtige/ungetönte Brillengläser völlig ausreichend. Sie gewähren bei eher dunklen Bedingungen besten Lichteinfall.
  • Im Freibad bzw. morgens uns abends im Freiwasser sind dunkel getönte Brillen besser, um zu vermeiden, dass die tief stehende Sonne blendet.
  • Bei schlechten Lichtverhältnissen/im undurchsichtigen Gewässer sollen dagegen verschiedene Farben Abhilfe schaffen:
  • Orange und Gelb sollen den Kontrast allgemein erhöhen und eignen sich besonders bei schlechten Lichtverhältnissen sowohl in Hallen- und Freibädern als auch im Freigewässer.
  • Pink bietet im Idealfall den besten Kontrast gegen grüne und blaue Objekte, also beispielsweise im grünlich gefärbten See.
  • Lila Brillengläser haben die Funktion Blendeffekte bei großer Helligkeit zu reduzieren. Somit ist es vor allem im Hochsommer im offenen Gewässer geeignet.
  • Blauem Glas wird der geringste Anti-Blendeffekt nachgesagt. Es wird eher in Hallenbädern mit großer Fensterfront empfohlen.
  • Braun und Rot sollen auf längeren Distanzen die Augen entlasten.
  • Schwimmbrillen mit grauen Gläsern, auch Smoke-Glas genannt, dienen der natürlichen Wahrnehmung von Farben und Kontrasten. Zusätzlich schützen sie die Augen vor der schädlichen UV-Strahlung.

Wenn Du oft und viel schwimmst, ist es unter Umständen sinnvoll, sich mehrere Schwimmbrillen für unterschiedliche Bedingungen zuzulegen.

Zum Beispiel eine klare Schwimmbrille für den Gebrauch im Schwimmbad und eine getönte für das Training draußen.

Lieber verspiegelte oder polarisierte Brillengläser?

Verspiegelte Gläser, auch Mirror-Brillen genannt, haben den Zweck, starkes Sonnenlicht zu reflektieren und einen größeren Kontrast zu bieten.

Sie können zusätzlich auch mit unterschiedlichen Tönungen kombiniert werden.

Durch die Reflexion eines Großteils der Strahlen werden dunklere Lichtverhältnisse geschaffen und die Augen geschont.

Somit sind verspiegelte Brillengläser besonders an hellen Tagen im Freibad oder im Freigewässer geeignet, wenn die Sonne blendet.

In eher dunkleren Hallenbädern können sie dagegen die Sicht beeinträchtigen.

Ebenso wie verspiegelte Brillengläser verringern auch polarisierte Gläser den Blendeffekt.

Allerdings lassen sie nur einen geringen Teil des Lichts durch.

Der Rest wird reflektiert oder absorbiert.

Somit bieten polarisierte Gläser einen noch effektiveren Blendschutz als verspiegelte.

Ihr Einsatz ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Sonnenlicht sich auf der Wasseroberfläche bricht.

Damit sind sie ideal für das Schwimmen im Freiwasser und insbesondere für Triathlon-Wettkämpfe geeignet, die ja häufig früh morgens stattfinden.

Trotzdem kannst Du sie auch an bewölkten Tagen verwenden.

Durch ihre Flexibilität sind polarisierte Brillengläser bei jedem Wetter die richtige Wahl.

Das rechtfertigt auch den etwas höheren Preis.

Schwimmen im Freiwasser

Sonderfall – Schwimmbrillen mit optischen Gläsern

Brillenträger haben es ja nicht selten besonders schwer beim Sport.

Zwar ist es möglich, zusätzlich zur Schwimmbrille Kontaktlinsen zu tragen.

Im Triathlon-Wettkampf ist das definitiv von Vorteil, weil man sonst erstens blind durch die Wechselzone läuft und zweitens jeweils fürs Radfahren und Laufen eine spezielle Sonnenbrille mit Sehstärke benötigt.

Jedoch möchten nicht alle Kontaktlinsen benutzen oder haben Schwierigkeiten damit.

Für diesen Fall gibt es Schwimmbrillen mit Sehstärke.

Diese sind nicht einmal besonders teuer, sondern vergleichbar mit den üblichen Preisen.

Im Sortiment von guten Sportgeschäften oder Online-Händlern sind einzelne Brillengläser mit Doiptrien von -1,5 bis +8 erhältlich.

Diese lassen sich mit dem entsprechenden Kopfband und einer Nasenklammer nach dem Baukastenprinzip kombinieren.

Falls das nicht ausreicht oder Probleme auftreten, ist auch eine Spezialanfertigung möglich.

Einige Optiker bieten diesen Service speziell für Sportler an.

Schritt 4: Sorge dafür, dass Deine Schwimmbrille lange einsatzbereit bleibt

Nachdem Du nun so einen Aufwand betreiben hast, die perfekte Schwimmbrille zu finden, ist Dir sicher daran gelegen, dass Du auch möglichst lange etwas von Deinem Prachtstück hast.

Schwimmbrillen bestehen aus sensiblen Materialien.

Insbesondere die Brillengläser sind hier der Knackpunkt.

Sind die einmal hinüber kannst Du im Prinzip die gesamte Schwimmbrille wegwerfen.

Bei der richtigen Benutzung sollte Deine Brille allerdings gut ein paar Jahre halten.

Falls das nicht der Fall ist, war es leider nicht die perfekte Schwimmbrille.

Tipps zur optimalen Pflege Deiner Schwimmbrille

Mit den folgenden Maßnahmen kannst Du sicherstellen, dass die Funktionen der Schwimmbrille nicht vorschnell verloren gehen.

  1. Lies Dir beim Kauf die Pflegeanleitung durch und beachte die Angaben des Herstellers. Unterschiedliche Materialien, Gläsertypen und Marken haben unterschiedliche Anforderungen. Während es bei der einen Schwimmbrille vielleicht wünschenswert ist, über das Innen-Glas zu wischen, solltest Du es bei der anderen tunlichst vermeiden, weil sonst die Anti-Fog-Beschichtung zerstört wird.
  2. Spüle die Brillengläser nach jedem Training mit klarem, kaltem Wasser aus. Das ist nötig, um Chlor, Salzwasser oder andere Rückstände zu entfernen. Neben den Gläsern wird auch das restliche Material wie Nasensteg und Kopfband dadurch geschützt.
  3. Damit sich kein Schimmel bildet, solltest Du die Brille zum Trocknen an die frische Luft hängen.
  4. Verstaue Deine Schwimmbrille in einem passenden Etui. Darin kannst Du sie sicher aufbewahren und transportieren, ohne dass die Gläser Kratzer bekommen oder anderweitig beschädigt werden. Viele Hersteller bieten entsprechende Cases für ihre Schwimmbrillen an.

Was tun, wenn die Schwimmbrille beschlägt?

Viele Schwimmbrillen verfügen über eine sogenannte Anti-Fog-Beschichtung gegen das Beschlagen der Brille.

Diese kann jedoch im Laufe der Zeit – besonders bei unsachgemäßer Benutzung oder durch die Wirkung von Chemikalien im Wasser – nachlassen.

Dieser Effekt kommt durch Temperaturunterschiede zwischen der Außenseite der Brille (also dem Wasser) und der Innenseite (also Deinem Gesicht/Körper) zustande.

Die diversen Hersteller haben dafür spezielle Anti-Fog-Sprays im Angebot.

Diese kosten meist um die 10 Euro und sind mehr oder weniger effektiv.

Oft wird von in Foren empfohlen, man könne Geld sparen, in dem man einen Tropfen Duschgel, Babyshampoo oder gar Zahnpasta oder Spucke in den Gläsern verreibt.

Der Kontakt mit dem Inneren der Gläser kann allerdings die Beschichtung noch weiter zerstören oder die Gläser vollends verkratzen.

Mit Ausnahme der Zahnpasta ist es aber einen Versuch wert, die genannten Materialien zu nutzen und die Brille nach ein paar Minuten mit klarem Wasser auszuspülen.

Smarte Schwimmbrillen – der neue heiße Scheiß?

Mit den gängigen Schwimmbrillen von den „herkömmlichen Marken“ kennst du Dich jetzt aus.

Doch vielleicht ist die perfekte Schwimmbrille für Dich noch nicht dabei gewesen?

Dann wird es vielleicht Zeit für ein technisches Upgrade.

Denn außer Passform und der Tönung der Gläser gibt es inzwischen viel mehr Features!

Zu den neuesten Trends und Innovationen auf dem Schwimmbrillen-Markt gehört die Entwicklung smarter Schwimmbrillen.

Heutzutage sind wir ja an so viele intelligente Gadgets im Alltag gewöhnt: Smart Home, Smartphone, Smart Watch – Warum dann nicht auch smarte Schwimmbrillen?

2020 gewann die kanadische Firma FORM den ISPO Award für die erste Schwimmbrille mit eingebautem Activity Tracker und smartem Display.

Diese zeigt direkt in der Linse relevante Daten wie Pace, Zugfrequenz, Distanz und Puls in Echtzeit an.

Mithilfe dieser Werte ist eine individuelle Schwimmanalyse und gezielte Arbeit an bestimmten Aspekten der Technik möglich.

Zusätzlich lassen sich Trainingspläne von der Plattform Trainingpeaks in die Schwimmbrille integrieren.

In der Premium Version gibt es sogar Life-Coaching per App.

Laut Hersteller sind die Schwimmbrillen dank mehrerer Nasenstege, austauschbarer Augenschalen und dem Kopfband für jeden individuell anpassbar.

Für ambitionierte Schwimmerinnen und Triathleten, die immer ihre Werte im Blick haben und verbessern möchten, klingt das nach dem Himmel auf Erden.

Natürlich hat die perfekte Schwimmbrille ihren Preis: Derzeit ist sie für knapp 200 Euro zu haben, ohne das monatliche Abo der Premium App.

Doch als Ersatz für den Personal Coach am Beckenrand mag das eine günstige Option sein.

Allerdings sind die Brillen hierzulande bei Wettkämpfen (noch) nicht zugelassen.

Auch wenn mehrere größere Triathlon-Events und Organisationen wie World Triathlon und die PTO sie bereits akzeptieren, wird es wohl noch ein Weilchen dauern, bis das auch für die kleineren Rennen gilt.

Bis dahin scheinen die smarten Schwimmbrillen von FORM immerhin fürs Training die perfekte Lösung zu bieten.

Fazit: Die perfekte Schwimmbrille für ein optimales Schwimmerlebnis

Damit das Training langfristig Spaß macht und Du dran bleibst, ist eine passende Schwimmbrille das A und O.

Und auch, wenn Du bereits lange gesucht hast: Die perfekte Schwimmbrille ist keine Utopie.

Mit etwas Energieaufwand kannst Du das richtige Equipment für Dich und Deine Situation finden.

Egal, ob Du eine Brille mit Sehstärke benötigst oder unter besonderen Bedingungen wie im Freiwasser trainieren möchtest.

Selbst smarte Schwimmbrillen stehen mittlerweile zur Verfügung.

Allerdings muss man schon eingestehen, dass keine Schwimmbrille für alle Umgebungen gleichermaßen geeignet ist.

Die perfekte Schwimmbrille fürs Freibad kann im Hallenbad schon wieder Nachteile haben – oder anders herum.

Und die perfekte Schwimmbrille fürs Training darf möglicherweise im Wettkampf gar nicht getragen werden.

Daher gilt es immer zu beachten, unter welchen Bedingungen Du schwimmst.

Gegebenenfalls hilft dann nur noch der Griff zur Zweitbrille.

Aber das wäre ja auch kein Drama, oder?

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Hinweis: All unsere Empfehlungen wurden sorgfältig ausgewählt, erarbeitet und geprüft. Sie richten sich an gesunde Erwachsene, die keine (Vor)Erkrankungen aufweisen. Keiner unserer Artikel kann oder soll Ersatz für kompetenten medizinischen Rat bieten. Bevor Du mit dem Training beginnst, konsultiere bitte einen Arzt und lass Dich durchchecken.


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Über Lotta

Lotta ist Trainerin, Content Creator, Buchautorin und Podcasterin bei Mission Triathlon. Sie setzt sich besonders dafür ein, mehr Frauen für den Sport zu begeistern. In der Freizeit trifft man sie am häufigsten auf dem Rennrad an, allerdings machen ihr alle Triathlon-Disziplinen Spaß - auch das Krafttraining!

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