Leistungsdiagnostik in der Wettkampf-Vorbereitung

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Eine Leistungsdiagnostik in der Wettkampf-Vorbereitung ist für die meisten ambitionierten Athleten oder Athletinnen selbstverständlich.

Doch es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, ob zu Hause als Feldtest oder im Labor.

Innerhalb der Vorbereitung auf den Challenge Roth haben wir uns praktisch etwas stärker mit dem Thema befasst und dabei auch einmal etwas Neues ausprobiert.

Hier erfährst Du:

  • Wie ein Leistungstest Dir helfen kann, Dein Training zu strukturieren und das Beste aus Dir herauszuholen
  • Wann eine Leistungsdiagnostik in der Wettkampf-Vorbereitung am besten stattfinden sollte
  • Welche Aspekte neben der körperlichen Fitness außerdem eine Rolle spielen
  • Welche praktischen Erfahrungen wir mit der Laktatmessung zu Hause gemacht haben

Du kannst diesen Beitrag auch als Podcastfolge nachhören:

1. Warum ist eine Leistungsdiagnostik in der Wettkampf-Vorbereitung so wichtig?

Eine Leistungsdiagnostik hilft Dir, präzise zu verstehen, auf welchem Level Du Dich befindest und wie Du Deine Trainingseinheiten noch besser gestalten kannst.

Kennen wir diese Bereiche nicht, kann es sehr schnell passieren, dass wir kostbare Trainingszeit vergeuden und nicht vorankommen.

Um die richtigen Trainingsbereiche zu ermitteln, gibt es aber unterschiedliche Methoden, die eine Bestimmung mehr oder weniger genau ermöglichen.

Allesamt sind schweißtreibend und sehr anstrengend.

Natürlich findet man im Internet auch jede Menge Faustformeln, die sicherlich auch ihre Berechtigung haben.

Solche Formeln (zum Beispiel zur Berechnung des Maximalpulses über das Alter) lassen aber wichtige individuelle Faktoren außer Acht.

Wenn Du Deine individuelle aerobe und anaerobe Schwelle genau kennst, kannst Du das Training so anpassen, dass Du effektiver und zielgerichteter auf Deine Ziele hinarbeitest.

Es ist wie das Feintuning eines Hochleistungsmotors: Je besser Du Deine eigenen „inneren Einstellungen“ kennst, desto besser kannst Du Deine Performance steigern.

2. Der richtige Zeitpunkt

Wichtig für unsere Wettkampfvorbereitung ist auf jeden Fall, dass wir uns bei der Saisonplanung auch überlegen sollten, wann wir welche Tests absolvieren.

Eine Leistungsdiagnostik wird oft zu Beginn einer neuen Trainingssaison nach der Off-Season durchgeführt – idealerweise ein paar Wochen nach dem Wiedereinstieg ins Training.

Zu diesem Zeitpunkt kannst Du Dein Training optimal planen, bist aber auch nicht komplett untrainiert.

Idealerweise solltest Du im Verlauf des Jahres einen zweiten Test durchführen, um Deine Fortschritte zu messen und die Ergebnisse mit den vorherigen zu vergleichen.

Da Leistungsdiagnostiken jedoch kostspielig sein können, könnte eine einmalige Diagnostik im Frühjahr (zwischen Februar und April) ausreichend sein.

Dies gibt Dir die Möglichkeit, Deinen Trainingsplan anzupassen und eventuelle Defizite auszugleichen, bevor Du in die Wettkampfphase einsteigst.

Wenn Du jährlich eine solche Bestandsaufnahme machst, kannst Du Deine Entwicklung über die Jahre hinweg verfolgen.

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3. Methoden der Leistungsdiagnostik

In speziellen Diagnose-Labor gibt es zwei Methoden, um die Leistung zu analysieren, den Laktatstufentest und die Spiroergometrie (Atemgasanalyse).

  • Laktatmessung: Diese Methode misst die Konzentration von Laktat im Blut, das während intensiver körperlicher Anstrengung produziert wird. Ein Anstieg des Laktats über einen bestimmten Punkt hinaus zeigt an, dass Du in den anaeroben Bereich eintrittst, was wichtig ist, um die Intensität des Trainings entsprechend anzupassen.
  • Spiroergometrie: Bei dieser fortgeschrittenen Methode wird der Sauerstoffverbrauch und die Kohlendioxidproduktion während des Trainings gemessen. Diese Daten geben Aufschluss darüber, wie effizient Dein Körper Sauerstoff verwendet und zu welchem Zeitpunkt Du vorrangig Fette oder Kohlenhydrate verbrennst.

Das Verständnis Deines metabolischen Profils ist ein entscheidender Aspekt der Leistungsdiagnostik.

Es zeigt, wie Dein Körper während des Trainings Energie erzeugt, speichert und verbraucht.

Dieses Profil hilft dabei zu bestimmen, bei welcher Belastung und Intensität Dein Körper am effizientesten Fette oder Kohlenhydrate verbrennt.

Solche Informationen sind besonders wertvoll, wenn es darum geht, Ernährungspläne zu optimieren und festzulegen, wann und wie Du Dich während des Trainings und in Wettkämpfen ernähren solltest.

Idealerweise werden im Labor Deines Vertrauens genau diese „Stärken und Schwächen analysiert.

Neben einer genauen Auswertung Deiner Pulszonen bzw. der Wattzonen (fürs Rad) und Pacebereiche (fürs Laufen) sind ein Trainingsplan oder Empfehlungen, wie Du Deine Einheiten strukturieren solltest, wünschenswert.

Eine Alternative zu professionellen Tests ist der selbst durchgeführte FTP-Test fürs Radfahren und Laufen, der kostenlos ist und lediglich Deine Bereitschaft erfordert, Dich für 20 Minuten anzustrengen.

Trainingsplattformen wie Zwift bieten hier Testprotokolle und Auswertungsmöglichkeiten an.

Diese sind sicher nicht so genau wie die Messung im Labor, geben Dir aber immerhin die richtige Richtung an.

4. Leistungsdiagnostik selbst durchführen – geht das?

Wie bereits erwähnt haben wir Erfahrung sowohl mit professionellen Leistungsdiagnostiken als auch mit Feldtests wie dem FTP-Test.

Zusätzlich haben wir auch andere Gadgets wie den Moxy getestet oder weitere Online-Tests zur Bestimmung des metabolischen Profils und der Trainingsbereiche genutzt.

Im Zuge der Wettkampfvorbereitung für Roth haben wir uns nun auch ein Laktatmessgerät zugelegt, um damit regelmäßig zu Hause testen zu können.

Unsere Erfahrung zeigt, dass das zwar eine recht blutige Angelegenheit ist, die Auswertung aber auch ein besseres Verständnis für den eigenen Körper und die Entwicklung im Training bereithält.

5. Die Rolle der Selbsteinschätzung

Im Zusammenhang mit Leistungsdiagnostiken zu Hause ist uns aufgefallen, wie wichtig die Fähigkeit zur richtigen Selbsteinschätzung ist.

Ob Du Dich selbst bis ans Limit pushen kannst oder nicht, entscheidet ja letzten Endes über die Werte, mit denen Du danach möglicherweise monatelang trainierst.

Hörst Du vorschnell auf, sind auch Deine Trainingsbereiche im Nachhinein zu niedrig.

Oft hilft bereits die bloße Anwesenheit einer zweiten Person – oder besser auch das Anfeuern eines Trainingskollegen, der weiß, wie schmerzhaft so ein Test sein kann.

Fazit

Die Leistungsdiagnostik in der Wettkampf-Vorbereitung ist mehr als nur eine Reihe von Tests – sie ist ein integraler Bestandteil der Trainingsplanung für jeden ambitionierten Athleten.

Durch das Verständnis und die Anwendung der gewonnenen Daten kannst Du Deine Trainingseffizienz erheblich steigern und letztendlich Deine sportlichen Ziele schneller und effektiver erreichen.

Dabei kommt es nicht nur auf die rein körperliche Fitness an, sondern auch darauf, wie Du mental auf die Herausforderungen des Trainings vorbereitet bist.

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Hinweis: All unsere Empfehlungen wurden sorgfältig ausgewählt, erarbeitet und geprüft. Sie richten sich an gesunde Erwachsene, die keine (Vor)Erkrankungen aufweisen. Keiner unserer Artikel kann oder soll Ersatz für kompetenten medizinischen Rat bieten. Bevor Du mit dem Training beginnst, konsultiere bitte einen Arzt und lass Dich durchchecken.

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Über Lotta

Lotta ist Trainerin, Content Creator, Buchautorin und Podcasterin bei Mission Triathlon. Sie setzt sich besonders dafür ein, mehr Frauen für den Sport zu begeistern. In der Freizeit trifft man sie am häufigsten auf dem Rennrad an, allerdings machen ihr alle Triathlon-Disziplinen Spaß - auch das Krafttraining!

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