Doch statt sich von diesem Rückschlag bremsen zu lassen, kämpfte er sich zurück.
Heute, weniger als zwei Jahre später, steht er wieder ganz vorne: als Sieger des Ironman 70.3 Kraichgau, mit neuem Streckenrekord, und als einer der vielversprechendsten Athleten auf der Mitteldistanz.
Seine Geschichte ist nicht nur eine über medizinische Herausforderungen, sondern vor allem über mentale Stärke, klare Ziele und die Fähigkeit, aus Krisen stärker zurückzukehren.
In diesem Artikel werfen wir einen Blick darauf, wie Lasse Prister es geschafft hat, nach einem „Herzinfarkt im Sport“ wieder an die absolute Weltspitze zurückzukehren – und was wir alle daraus für unser eigenes Training und Mindset mitnehmen können.
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Ein Comeback, das mehr ist als nur eine Rückkehr
Lasse Prister ist kein Unbekannter in der Triathlon-Szene.
Als Deutscher Mannschaftsmeister in der Bundesliga 2021 und Deutscher Meister bei den Finals 2023 hatte er sich längst einen Namen gemacht.
Sein Ziel: die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Paris.
Doch dann kam der April 2024. Während eines Rennens in China spürte er plötzlich, dass etwas nicht stimmte. Keine Kraft auf dem Rad, ein seltsames Kribbeln im Körper, ein Gefühl der Überforderung.
Selbstverständlich macht man sich als Profisportler an diesem Punk Gedanken und versucht so gut es geht, alle Ursachen abzuchecken.
Für Lasse ging es aber einen Tag nach dem Rennen gleich weiter zum nächsten, weshalb es ein paar Wochen dauerte, bis er sich einem umfassenden Check unterziehen konnte.
Die Diagnose: ein Herzinfarkt.
Für die meisten Menschen wäre das das Ende einer sportlichen Karriere. Nicht so für Lasse.
Nach monatelanger Pause, unzähligen Arztterminen und einer gründlichen Auseinandersetzung mit seiner Gesundheit erhielt er für 2025 wieder grünes Licht – und nutzte die Chance.
Sein erster großer Test: der Halbmarathon in Freiburg. Ein Rennen, das er nicht nur beendete, sondern gewann.
Es war der Startschuss für eine Saison, die zeigen sollte, dass er nicht nur zurück war, sondern stärker denn je.
Die Saison 2025: Erfolge, die beweisen, dass er zur Weltspitze gehört
Lasses Comeback war kein leises. Beim Ironman 70.3 Kraichgau dominierte er das Feld und stellte einen neuen Streckenrekord auf.
Ein Sieg, der nicht nur seine körperliche Fitness, sondern auch seine mentale Stärke unter Beweis stellte.
Doch der Weg dorthin war nicht immer einfach. Technische Probleme beim Rennen in Jesolo, eine Distanz, die er neu für sich entdeckte, und die ständige Frage: Wie viel kann ich meinem Körper zumuten?
Doch Lasse ließ sich nicht beirren. Er gewann den Europa Cup in Holten, holte mit seiner Staffel Bronze bei den WTCS in Hamburg und zeigte damit, dass er auf der Kurzdistanz weiterhin mithalten kann.
Gleichzeitig wurde klar: Seine Zukunft liegt auf der Mitteldistanz.
Die Entscheidung, sich auf Ironman 70.3 zu konzentrieren, war kein Rückzug, sondern ein strategischer Schritt.
Ein Schritt, der ihm erlaubt, seine Stärken voll auszuspielen – und gleichzeitig mehr Lebensqualität zu gewinnen.
Warum Lasses Geschichte auch für Hobbyathleten wichtig ist
Lasse Pristers Weg zurück an die Spitze ist nicht nur eine Geschichte über professionellen Sport.
Sie ist eine Erinnerung daran, dass Gesundheit und Leistung Hand in Hand gehen müssen.
Sein Herzinfarkt zeigte ihm, dass Fitness nicht automatisch Gesundheit bedeutet. Eine Lektion, die jeder Sportler verinnerlichen sollte.
Regelmäßige Gesundheitschecks, das Hören auf den eigenen Körper und die Bereitschaft, bei Warnsignalen zu handeln, sind keine Schwäche – sie sind die Grundlage für langfristigen Erfolg.
Doch Lasses Geschichte lehrt uns noch mehr. Sie zeigt, wie wichtig es ist, nach einem Rückschlag nicht aufzugeben, sondern neu zu planen.
Sein Fokus auf die Mitteldistanz war keine Notlösung, sondern eine bewusste Entscheidung. Er wollte nicht nur zurück – er wollte besser werden.
Und genau das ist es, was ihn heute auszeichnet: die Fähigkeit, aus Krisen Chancen zu machen.
Die Zukunft: Mit klaren Zielen und neuem Mindset
Für 2026 hat Lasse große Pläne. Sein Hauptziel: die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in Nizza.
Ein Rennen, das nicht nur seine körperliche Form, sondern auch seine mentale Reife auf die Probe stellen wird.
Doch Lasse geht mit einem klaren Plan in die Saison. Er weiß, was er kann – und er weiß, was er noch lernen muss.
Sein Training ist strukturiert, sein Umfeld unterstützt ihn, und sein Mindset ist stärker denn je.
Sein Motto: „Immer an das Gute glauben.“
Ein Satz, der nicht nur seine Einstellung zum Sport, sondern auch zum Leben widerspiegelt. Für Lasse geht es nicht nur darum, Rennen zu gewinnen.
Es geht darum, jeden Tag das Beste aus sich herauszuholen – egal, was kommt.
Fazit: Mehr als ein Comeback – eine Haltung
Lasse Pristers Geschichte ist eine der beeindruckendsten Comebacks im Triathlon.
Doch sie ist mehr als das. Sie ist ein Beweis dafür, dass Rückschläge nicht das Ende sein müssen.
Dass man aus Krisen stärker zurückkehren kann.
Und dass wahre Stärke nicht nur im Körper, sondern auch im Kopf liegt.
Sein Weg zeigt uns, wie wichtig es ist, auf den eigenen Körper zu hören, klare Ziele zu setzen und sich nicht von Rückschlägen entmutigen zu lassen.
Ob Profi oder Hobbyathlet – wir alle können von seiner Geschichte lernen.
Denn am Ende geht es nicht nur darum, schneller, weiter oder stärker zu sein.
Es geht darum, mit Leidenschaft und Überzeugung an das zu glauben, was möglich ist.
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FAQ: Die wichtigsten Fragen zu Herzinfarkt im Sport
Wie erkenne ich Warnsignale meines Körpers?
Warnsignale können sehr unterschiedlich sein: ungewöhnliche Müdigkeit, Schmerzen in der Brust, Atemnot oder ein Gefühl der Überforderung während des Sports. Wichtig ist, auf Veränderungen zu achten und bei Unsicherheit immer einen Arzt aufzusuchen.
Ab wann sollte ich nach einem gesundheitlichen Rückschlag wieder mit dem Sport beginnen?
Das hängt von der Art des Rückschlags und den Empfehlungen deines Arztes ab. Nach einem Herzinfarkt ist eine schrittweise Rückkehr unter medizinischer Begleitung entscheidend. In diesem Fall geht nichts ohne Rückmeldung vom zuständigen Arzt.
Wie finde ich den richtigen Arzt oder die richtige Betreuung?
Suche nach Spezialisten, die Erfahrung mit Sportlern haben. Kardiologen mit Schwerpunkt Sportmedizin sind hier oft die beste Wahl. Auch der Austausch mit anderen Athleten, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, kann helfen.
Kann ich nach einem Herzinfarkt wieder Leistungssport betreiben?
Das kommt auf den Einzelfall an. Entscheidend ist, wie schwer der Infarkt war und wie gut sich das Herz erholt hat. In vielen Fällen ist eine Rückkehr zum Leistungssport möglich – aber nur mit grünem Licht von Ärzten und einem angepassten Trainingsplan.
Wie wichtig ist ein starkes Umfeld für die psychische Bewältigung?
Ein unterstützendes Umfeld ist entscheidend. Familie, Freunde, Trainer und Mitathleten können helfen, die psychischen Herausforderungen nach einem Rückschlag zu meistern. Offene Gespräche und der Austausch mit Gleichgesinnten sind oft der erste Schritt zur Bewältigung.
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Hinweis: All unsere Empfehlungen wurden sorgfältig ausgewählt, erarbeitet und geprüft. Sie richten sich an gesunde Erwachsene, die keine (Vor)Erkrankungen aufweisen. Keiner unserer Artikel kann oder soll Ersatz für kompetenten medizinischen Rat bieten. Bevor Du mit dem Training beginnst, konsultiere bitte einen Arzt und lass Dich durchchecken.