Energie Gels im Triathlon: Was Du über Maurten, MNSTRY, Powerbar & Co. wissen solltest!

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Energie Gels und Kohlenhydratpulver sind aus dem Ausdauersport im Allgemeinen sowie speziell aus dem Triathlon nicht mehr wegzudenken. Ob beim Halbmarathon, einem Radrennen oder dem Ironman – sie sind der schnelle Energielieferant, wenn der Körper unter Belastung nach Kohlenhydraten schreit.

  • Doch welches Gel ist das richtige für Dich?
  • Worauf solltest Du bei der Wahl achten?
  • Und was macht eigentlich den Unterschied zwischen Maurten, MNSTRY, Precision Fuel & Hydration, Powerbar und den unzähligen anderen Marken auf dem Markt aus?

Wir klären auf, was Du wissen musst, um im Training und Wettkampf optimal versorgt zu sein.

❗️ Höre hier im Mission Triathlon Podcast mehr über Energie Gels im Triathlon 🎧👇 

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Warum überhaupt Energie Gels?

Energie Gels sind eine kompakte, leicht verdauliche Quelle für Kohlenhydrate.

Sie helfen Dir, lange und intensive Belastungen wie einen Ironman 70.3 durchzuhalten und Deine Bestleistung abzurufen.

Ab einer Belastungsdauer von etwa 60 bis 90 Minuten wird es schwierig, allein über die körpereigenen Glykogenspeicher genug Energie bereitzustellen.

Ein gut trainierter Fettstoffwechsel ist hier ebenso relevant wie Energie Gels: Sie liefern schnell verfügbare Kohlenhydrate, die Dein Körper direkt verwerten kann.

Doch nicht jedes Gel ist gleich. Geschmack, Konsistenz und Inhaltsstoffe variieren stark – und genau hier liegt die Herausforderung.

Denn was für den einen perfekt funktioniert, kann für den anderen ein Albtraum sein.


Die Vielfalt der Energie Gels im Triathlon: Geschmack, Konsistenz und Inhaltsstoffe

Süß, süßer, am süßesten?

Der Geschmack ist für viele der entscheidende Faktor.

Ob Cola, Zitrone, Schoko oder exotische Sorten wie Wassermelone oder Espresso – die Auswahl ist riesig.

Doch Vorsicht: Nur weil Mojito draufsteht, heißt das noch lange nicht, dass es auch wie einer schmeckt.

Die Geschmacksrichtungen können je nach Hersteller stark variieren (wie auch unser großer Energie-Gel-Test zeigt.)

Manche Gels sind extrem süß, andere eher herb oder sogar salzig.

Hier gilt: Probieren geht über Studieren.

Ein Tipp: Wenn Du empfindlich auf zu süße Geschmäcker reagierst, könntest Du zu Energie Gels mit natürlichen Aromen oder komplett ohne Geschmacksmittel greifen.

Letzten Endes wird aber jedes Gel eine gewisse Süße mitbringen, weil es nun mal einfach aus Zucker besteht.

Konsistenz: lieber dickflüssig oder Hydrogel?

Die Konsistenz eines Energie Gels im Triathlon kann den Unterschied zwischen einem angenehmen Energieschub und einem unangenehmen Würgereiz ausmachen.

Dickflüssige Gels können im Hals kratzen und sind oft schwerer zu schlucken, besonders wenn Du unterwegs bist und wenig Flüssigkeit dazu nimmst.

Flüssigere Varianten, sogenannte Hydro- oder Liquid Gels (die bereits Wasser enthalten) sind hier oft die bessere Wahl.

Sie lassen sich leichter einnehmen und reduzieren das Risiko von Magen-Darm-Problemen.

Ein weiterer Vorteil von Hydrogels: Sie erleichtern die Flüssigkeitsaufnahme, da Du nicht zusätzlich Wasser trinken musst, um das Gel zu verdünnen.

Das kann besonders auf langen Distanzen nützlich sein.

Inhaltsstoffe: Was steckt wirklich drin?

Kohlenhydrate sind logischerweise der Hauptbestandteil jedes Energie Gels im Triathlon.

Doch nicht alle Kohlenhydrate sind gleich.

Die meisten Gels enthalten eine Mischung aus Glukose und Fruktose, oft im Verhältnis 2:1 oder 1:0,8.

Dieses Verhältnis soll die Aufnahme der Kohlenhydrate optimieren und Magenprobleme reduzieren.

Doch auch hier gibt es individuelle Unterschiede: Manche Sportler vertragen Fruktose schlecht oder können generell nicht so viel Kohlenhydrate bei Belastung aufnehmen.

Zusätzlich findest Du in vielen Energie Gels Koffein, das anregend wirkt und die Wahrnehmung von Schmerzen etwas reduzieren kann.

Mineralsalze wie Natrium und Kalium helfen, den Flüssigkeitshaushalt zu regulieren.

Doch Achtung: Ob Elektrolyte in Gels sinnvoll sind oder nicht, ist umstritten. Oft sind die Mengen zu gering, um einen spürbaren Effekt zu haben. Hier lohnt sich ein Blick auf die Nährwerttabelle.

Und dann sind da noch weitere Zusatzstoffe: Aromen, Konservierungsmittel und Vitamine oder Aminosäuren.

Letztere sind total überflüssig, da sie während des Sports kaum verwertet werden können.

Besser ist es, auf eine saubere Zutatenliste zu achten – je kürzer, desto besser.

Welches Gel passt zu Dir?

Die Auswahl des richtigen Energie Gels im Triathlon ist eine individuelle Angelegenheit. Hier sind ein paar Tipps, wie Du das passende Gel für Dich findest:

1. Teste im Training, nicht im Wettkampf!

Nichts ist schlimmer, als im Rennen ein Gel zu nehmen, das Du nicht verträgst.

Teste verschiedene Marken und Sorten im Training, um herauszufinden, was Dein Magen verträgt und was Dir schmeckt.

Besonders bei langen Läufen oder Koppeltrainings kannst Du spüren, wie Dein Körper auf verschiedene Energie Gels reagiert.

2. Achte auf die Verträglichkeit

Manche Gels führen zu Magenkrämpfen, Blähungen oder sogar Durchfall.

Wenn Du merkst, dass ein bestimmtes Gel Probleme macht, probiere ein anderes mit einer anderen Kohlenhydratzusammensetzung.

Hydrogels oder Gels mit weniger Fruktose sind oft besser verträglich.

3. Praktische Aspekte: Verpackung und Handhabung

Die Verpackung spielt eine größere Rolle, als Du denkst.

Energie Gels mit Schraubverschluss oder Klappmechanismus sind praktischer, da sie nicht so leicht auslaufen oder kleben.

Neben dem eigenen Wohlbefinden spielt im Triathlon Wettkampf auch der Umweltaspekt eine Rolle.

Denn Littering, also das Entsorgen von Verpackungsmüll – ob absichtlich oder unfreiwillig – ist verboten und wird mit Strafen geahndet.

Besonders auf dem Rad ist es daher eher ratsam statt auf Energie Gels auf Kohlenhydratpulver zurückzugreifen, die Du aufgelöst in Wasser in der Trinkflasche mitführen kannst.

Energiegels im Triathlon

4. Umweltverträglichkeit

Immer mehr Hersteller setzen auf kompostierbare Verpackungen oder nachfüllbare Systeme.

Wenn Dir Nachhaltigkeit wichtig ist, achte darauf, welche Optionen es gibt.

Manche Gels lassen sich auch in wiederverwendbaren Flaschen mischen – das spart Müll und ist oft günstiger.


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Selbstgemacht oder gekauft?

Energie Gels sind nicht billig.

Ein Liter Gel kann schnell 40 Euro kosten – da stellt sich die Frage, ob es nicht günstiger ist, sie selbst herzustellen.

Tatsächlich gibt es einfache Rezepte online, bei denen Du Maltodextrin, Fruktose und etwas Salz mischst und ggf. mit Wasser oder Saft verdünnst.

Das Ergebnis ist oft ähnlich wirksam wie gekaufte Gels, aber deutlich preiswerter.

Ein Beispiel: 5 Kilogramm Maltodextrin kosten etwa 25 Euro.

Damit kannst Du eine große Menge an Gels selbst herstellen – im Vergleich zu gekauften Gels eine enorme Ersparnis.

Der Haken an der Sache: Selbstgemachte Gels sind oft nicht so lange haltbar, je nachdem, wie du sie verpackst/transportierst.

Zudem schmecken sie möglicherweise nicht so gut wie die fertigen Produkte.

Wenn Du experimentierfreudig bist, lohnt es sich, verschiedene Rezepte auszuprobieren.

Vielleicht findest Du so Dein perfektes Gel – ganz ohne künstliche Zusätze.

Tipps für den Einsatz im Wettkampf und Training

1. Kombiniere mit Flüssigkeit

Energie Gels sollten immer mit Wasser eingenommen werden, um die Aufnahme zu beschleunigen und Magenprobleme zu vermeiden.

Bei Hydrogels ist das weniger kritisch, aber auch hier gilt: Trinken nicht vergessen!

Energiegels beim Laufen

2. Alternativen nutzen

Nicht jeder mag und verträgt Energie Gels. Manche Sportler setzen auf Bananen, Datteln, Kartoffeln oder selbstgemachte Riegel.

Diese Alternativen können z.B. bei einem Ultramarathon funktionieren – probiere aus, was für Dich am besten passt.

3. Trainiere Dein Magen-Darm-System

Energie Gels können, wenn Du sie nicht gewohnt bist, in kurzer Zeit zu Magenproblemen führen.

Daher solltest Du unbedingt im Training testen, was Du im Wettkampf zu Dir nehmen möchtest, erst recht, wenn Du eine Langdistanz planst.

Beginne mit kleinen Mengen und steigere Dich langsam.

Am besten ist es, wenn Du die Wettkampfsituation simulierst, indem Du Gels bei besonders anstrengenden Einheiten oder Test-Rennen ausprobierst.

Fazit: Was wirklich zählt

Am Ende geht es darum, ein Gel zu finden, das Du verträgst, das Dir schmeckt und das Du praktisch gut einsetzen kannst.

Ob Maurten, Ministry oder ein selbstgemachtes Gel – Hauptsache, es funktioniert für Dich.

Teste verschiedene Optionen, achte auf Deine Körperreaktionen und passe die Einnahme an Deine Bedürfnisse an.

Energie Gels im Triathlon sind ein Werkzeug, das Dir helfen kann, Deine Leistung zu steigern.

Aber sie sind kein Wundermittel und schon gar kein Grundnahrungsmittel, das Du täglich ohne Bedenken zu Dir nehmen solltest.

Eine gute Vorbereitung auf Deinen Wettkampf und ausreichend Flüssigkeitszufuhr solltest Du daneben nie vernachlässigen.

Wenn Du diese Punkte beachtest und die typischen Fehler vermeidest, steht einem erfolgreichen Rennen nichts mehr im Weg.

FAQ: Die wichtigsten Fragen zu Energie Gels im Triathlon

Wieviele Energie Gels sollte ich während eines Triathlons nehmen?

Das hängt von der Distanz und Deiner individuellen Verträglichkeit ab. Auf der Sprintdistanz reicht vermutlich ein Gel vorab und ein Gel im Rennen. Für längere Wettkämpfe gilt: Alle 20-40 Minuten ein Gel, kombiniert mit ausreichend Flüssigkeit.

Kann ich Energie Gels auch im Training nehmen?

Ja, besonders auf langen oder intensiven Einheiten sind Gels hilfreich, um nicht in ein Energiedefizit zu geraten. Zudem sind Trainingseinheiten eine gute Möglichkeit die Energieversorgung für den Wettkampf zu testen und zu üben.

Was ist der Unterschied zwischen normalen Gels und Hydrogels/Liquid Gels?

Hydrogels enthalten bereits Wasser und sind flüssiger. Sie lassen sich leichter einnehmen und erfordern weniger zusätzliches Trinken. Im Gegensatz dazu solltest Du zu einem normalen Gel immer mindestens 150-200 ml Flüssigkeit extra trinken.

Warum bekomme ich von manchen Gels Magenprobleme?

Verdauungsbeschwerden können durch bestimmte Inhaltsstoffe hervorgerufen werden, besonders durch Fruktose oder künstliche Süßstoffe/Aromen. Probiere Gels mit unterschiedlichen Kohlenhydratmischungen aus, um herauszufinden, was Dein Magen verträgt.

Sind teure Energie Gels besser als günstige?

Nicht unbedingt. Oft zahlt man für Marketing und Verpackung. Wichtiger ist allerdings die Verträglichkeit und der Geschmack. Teste verschiedene Marken und Preisklassen, um das beste Gel für Dich zu finden.


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Hinweis: All unsere Empfehlungen wurden sorgfältig ausgewählt, erarbeitet und geprüft. Sie richten sich an gesunde Erwachsene, die keine (Vor)Erkrankungen aufweisen. Keiner unserer Artikel kann oder soll Ersatz für kompetenten medizinischen Rat bieten. Bevor Du mit dem Training beginnst, konsultiere bitte einen Arzt und lass Dich durchchecken.

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Über Lotta

Lotta ist Trainerin, Content Creator, Buchautorin und Podcasterin bei Mission Triathlon. Sie setzt sich besonders dafür ein, mehr Frauen für den Sport zu begeistern. In der Freizeit trifft man sie am häufigsten auf dem Rennrad an, allerdings machen ihr alle Triathlon-Disziplinen Spaß - auch das Krafttraining!

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